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Hermann Hollerith


Bereits im 18. Jahrhundert hatte man begonnen, mechanische Webstühle mit Hilfe von Lochkarten zu steuern. Der deutschstämmige Amerikaner Hermann Hollerith (1860-1929) benutzte die Lochkarte erstmals als Informationsspeicher. Bei der amerikanischen Volkszählung von 1890 wurden verschiedene Angaben (Geschlecht, Religion) dadurch registriert, daß an bestimmten, gekennzeichneten Stellen Löcher in die Karten gestanzt wurden. Mit Sortierapparaten, Zähl- und Registriermaschinen konnten die Lochkarten automatisch ausgewertet werden. Dazu wurden bereits elektrische Schaltungen verwendet (elektromechanische Zählwerke). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden auf der Basis von Lochkarten sehr ausgefeilte Datenverarbeitungsanlagen entwickelt. Die Lochkarte selbst wurde noch bis in die 70er Jahre hinein als Datenträger verwendet.