Maßzahlen für die Leistung
Um die Leistung verschiedener Computer vergleichen zu können, hat man
verschiedene Maßzahlen definiert. Die Anzahl der Operationen, die
eine Zentraleinheit pro Sekunde ausführen kann, wird mit der
Kennzahl MOp/s angegeben (Millionen Operationen pro
Sekunde). Damit ist allerdings nichts über die Komplexität der
einzelnen Operationen ausgesagt. Die Angabe MFlOp/s oder
einfach Megaflops (Millionen Gleitkommaoperationen pro
Sekunde, fl steht für floating point) ist
ein hervorragendes Maß für die Rechenstärke eines Computers,
die z. B. für wissenschaftliche Anwendungen und Graphikprogramme
wichtig ist, bei denen viel mit Gleitkommazahlen gerechnet wird.
Die Kennzahl MIPS (Millionen Instruktionen pro Sekunde)
gibt an, wieviele Additionen und Multiplikationen pro Sekunde
ausgeführt werden können (70% Additionen und 30% Multiplikationen).
Neben solchen hardwarenahen Kennzahlen gibt es immer wieder Tests,
bei denen die Geschwindigkeit gemessen oder abgeleitet wird, mit der
gewöhnliche Anwenderprogramme ablaufen. Diese Tests sind für
den Benutzer einfacher zu bewerten. Allerdings ist nicht gesagt,
daß so ein Test der Leistungsfähigkeit der Hardware gerecht wird,
denn gerade im PC-Bereich nutzen viele Programme nur einen
Bruchteil der verfügbaren CPU-Leistung aus (z. B. arbeitet das
Betriebssystem DOS auch auf Rechnern mit 32 Bit-Prozessoren nur
mit 16 Bit-Befehlen und verschenkt allein damit die Hälfte der
bereitgestellten CPU-Leistung).